Luftreiniger können dabei unterstützen, die Konzentration bestimmter Partikel und gasförmiger Stoffe in Innenräumen zu reduzieren. Welche Stoffe ein Gerät erfasst, hängt von der eingesetzten Filtertechnik und den Angaben des Herstellers ab. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die verschiedenen Arten von Luftreinigern, ihre Funktionsweise sowie über wichtige Kriterien für Kauf, Aufstellung und Nutzung. Außerdem zeigen wir, welche Grenzen bei der Luftreinigung zu beachten sind.
Warum ist die Luftqualität für unser Wohlbefinden relevant?
Wir atmen täglich große Mengen Luft ein. Ihre Zusammensetzung kann daher unser persönliches Wohlbefinden beeinflussen. In Innenräumen können sich beispielsweise Staub, Pollen, Tierhaare, Rauch, Gerüche oder flüchtige organische Verbindungen anreichern. Bei empfindlichen Personen können bestimmte Partikel oder Stoffe Reizungen der Atemwege auslösen oder bestehende Beschwerden verstärken. Die konkrete Wirkung hängt unter anderem von der jeweiligen Substanz, ihrer Konzentration und der individuellen Empfindlichkeit ab.
Luftreiniger können die Konzentration bestimmter Partikel in einem Raum verringern. Sie ersetzen jedoch weder regelmäßiges Lüften noch die Beseitigung der jeweiligen Ursache. Bei Feuchtigkeit, Schimmel, Rauch oder anderen Belastungsquellen sollte die Ursache fachgerecht ermittelt und beseitigt werden. Personen mit Atemwegserkrankungen oder Allergien sollten sich bei gesundheitlichen Beschwerden an medizinisches Fachpersonal wenden. Die Eignung eines Luftreinigers richtet sich nach der verwendeten Technik, der Raumgröße und den Herstellerangaben.Die verschiedenen Arten von Luftreinigern und ihre Funktionen
Es gibt verschiedene Arten von Luftreinigern mit unterschiedlichen Funktionsweisen. Mechanische Luftreiniger verwenden Filter, um Partikel wie Staub, Pollen und Tierhaare aus der durchströmenden Luft abzuscheiden. Wie viele Partikel zurückgehalten werden, hängt von der Filterklasse, dem Luftdurchsatz und dem Zustand des Filters ab.
Aktivkohlefilter können bestimmte Gerüche und gasförmige Verbindungen aufnehmen. Ihre Leistung hängt unter anderem von der Menge und Qualität der Aktivkohle, der Kontaktzeit und der jeweiligen Verbindung ab. Ein Aktivkohlefilter ist daher nicht automatisch für jede Art von Geruch oder Gas geeignet.
UV-Luftreiniger verwenden ultraviolette Strahlung. Ob und in welchem Umfang Mikroorganismen dadurch inaktiviert werden, hängt unter anderem von der Strahlungsdosis, der Aufenthaltsdauer und der Konstruktion des Geräts ab. Die Wirkung sollte anhand konkreter Herstellerangaben oder unabhängiger Prüfungen beurteilt werden.
Einige Geräte kombinieren mehrere Filter- oder Reinigungstechniken. Dadurch können sie unterschiedliche Stoffgruppen ansprechen. Die Kombination verschiedener Technologien bedeutet jedoch nicht automatisch, dass sämtliche Partikel, Gase oder Mikroorganismen entfernt werden. Entscheidend sind die technischen Daten und die bestimmungsgemäße Verwendung.
Bei der Auswahl sollten Sie deshalb prüfen, welche Stoffe das Gerät laut Herstellerangaben erfasst, für welche Raumgröße es ausgelegt ist und welche Prüfwerte vorliegen. Auch die erforderlichen Filterwechsel und laufenden Betriebskosten können für die Entscheidung relevant sein.Wie funktionieren Luftreiniger und was können sie filtern?
Luftreiniger saugen Raumluft an, führen sie durch eine oder mehrere Reinigungseinheiten und geben sie anschließend wieder an den Raum ab. Viele Geräte verfügen über einen Vorfilter, der größere Partikel wie Staub, Haare und Tierhaare zurückhält. Ein nachgeschalteter Partikelfilter kann kleinere Bestandteile wie Pollen, bestimmte Schimmelsporen und Hausstaubpartikel abscheiden. Welche Partikel erfasst werden, hängt von der Filterklasse und den Betriebsbedingungen ab.
HEPA-Filter werden nach bestimmten technischen Kriterien klassifiziert. Die häufig genannte Abscheideleistung von 99,97 % bei einer Partikelgröße von 0,3 Mikrometern bezieht sich auf bestimmte Filterstandards und Prüfbedingungen. Sie darf nicht ohne Weiteres auf jedes Gerät, den gesamten Raum oder alle Partikelarten übertragen werden. Achten Sie daher auf die genaue Filterbezeichnung sowie auf nachvollziehbare Angaben des Herstellers oder eines Prüfinstituts.
Aktivkohlefilter können bestimmte gasförmige Stoffe und Gerüche adsorbieren. Ihre Kapazität ist begrenzt und nimmt je nach Nutzung ab. Filter mit Ionisatoren können Partikel elektrisch aufladen, während Geräte mit UV-Technik unter geeigneten Bedingungen Mikroorganismen inaktivieren können. Bei beiden Technologien sind die konkreten technischen Daten und Sicherheitshinweise zu beachten.
Die tatsächliche Leistung eines Luftreinigers hängt unter anderem vom Luftdurchsatz, der Raumgröße, der Anordnung im Raum, dem Filterzustand und der Betriebsdauer ab. Ein Luftreiniger beseitigt nicht jede mögliche Belastung und ist kein Ersatz für Lüften, Reinigen oder die Beseitigung einer Schadstoffquelle. Aussagen zur Verringerung bestimmter Stoffe sollten sich daher immer auf die vom Hersteller angegebenen Prüfbedingungen beziehen.Die Verwendung von Luftreinigern zu Hause und am Arbeitsplatz
Luftreiniger können in Wohn- und Arbeitsräumen dazu beitragen, die Konzentration bestimmter Partikel und Gerüche zu reduzieren. Dazu zählen je nach Gerät beispielsweise Staub, Pollen, Tierhaare, Rauchpartikel oder bestimmte gasförmige Verbindungen. Die Wirkung hängt von der eingesetzten Filtertechnik, dem Luftdurchsatz und der Raumgröße ab.
Für Personen, die empfindlich auf bestimmte Partikel reagieren, kann eine geringere Partikelkonzentration subjektiv als angenehm empfunden werden. Eine konkrete Linderung gesundheitlicher Beschwerden kann durch einen allgemeinen Luftreinigertext jedoch nicht zugesichert werden. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden sollte medizinischer Rat eingeholt werden.
Auch am Arbeitsplatz muss zunächst geprüft werden, wodurch eine Belastung verursacht wird. Ein Luftreiniger ist keine allgemeine Schutzmaßnahme gegen chemische Dämpfe, Rauch oder andere Gefahrstoffe. Für Arbeitsplätze gelten abhängig von der Tätigkeit und den verwendeten Stoffen besondere Sicherheits- und Arbeitsschutzanforderungen.
Die mögliche Verringerung von Mikroorganismen in der Raumluft hängt von der Geräteausführung, der Filterleistung und den Betriebsbedingungen ab. Eine vollständige Entfernung oder ein sicherer Schutz vor Infektionen kann nicht zugesichert werden. Lüften, regelmäßige Reinigung und die Einhaltung geltender Hygiene- und Sicherheitsvorgaben bleiben weiterhin wichtig.Worauf sollte man beim Kauf eines Luftreinigers achten?
Beim Kauf eines Luftreinigers sollten Sie zunächst die Raumgröße und den angegebenen Luftdurchsatz berücksichtigen. Die Herstellerangaben sollten erkennen lassen, für welche Raumgröße und Betriebsstufe das Gerät vorgesehen ist. Eine größere Raumfläche kann eine längere Betriebsdauer oder ein Gerät mit höherem Luftdurchsatz erfordern.
Prüfen Sie außerdem, welche Filtertechnik eingesetzt wird und welche Partikel oder gasförmigen Stoffe laut technischen Angaben erfasst werden. Bei Partikelfiltern sind die Filterklasse, der Luftdurchsatz und vorhandene Prüfwerte relevant. Bei Aktivkohlefiltern können die Menge der Aktivkohle und Angaben zur Aufnahme bestimmter Stoffe wichtige Vergleichskriterien sein. Allgemeine Aussagen wie „entfernt alle Schadstoffe“ sollten nicht als verlässliche Leistungsangabe verstanden werden.
Auch die Lautstärke kann für Schlafräume, Büros oder andere regelmäßig genutzte Räume eine Rolle spielen. Achten Sie auf die Geräuschwerte der jeweiligen Betriebsstufe und darauf, ob ein Nacht- oder leiser Modus vorhanden ist.
Weitere Kriterien sind der Stromverbrauch, die Bedienung, die Anzeige für den Filterwechsel, verfügbare Ersatzfilter und die vom Hersteller vorgeschriebenen Wartungsintervalle. Timer, Sensoren oder eine Fernbedienung können die Nutzung erleichtern. Die Auswahl sollte sich an den tatsächlichen Anforderungen des Raums und den nachvollziehbaren technischen Angaben des jeweiligen Modells orientieren.Tipps zur Aufstellung und Nutzung eines Luftreinigers
Für eine gleichmäßige Luftzirkulation sollte der Luftreiniger so aufgestellt werden, dass Ansaug- und Auslassbereich nicht durch Wände, Möbel oder andere Gegenstände blockiert werden. Halten Sie die in der Bedienungsanleitung genannten Abstände ein. Je nach Nutzung kann es sinnvoll sein, das Gerät in dem Raum zu betreiben, in dem sich Personen am häufigsten aufhalten.
Stellen Sie das Gerät nicht unmittelbar neben Wärmequellen, in feuchten Bereichen oder an Orten auf, die laut Bedienungsanleitung nicht vorgesehen sind. Wenn eine konkrete Belastungsquelle bekannt ist, sollte zunächst geprüft werden, ob diese beseitigt oder reduziert werden kann. Das Aufstellen eines Luftreinigers allein verhindert nicht, dass weitere Stoffe in den Raum gelangen.
Filter müssen entsprechend den Herstellerangaben gereinigt oder ausgetauscht werden. Ein zugesetzter oder verbrauchter Filter kann den Luftdurchsatz und die Reinigungsleistung beeinträchtigen. Beachten Sie bei der Wartung die Sicherheitshinweise und verwenden Sie nur geeignete Ersatzfilter.
Ein Dauerbetrieb ist nicht bei jedem Gerät erforderlich oder sinnvoll. Richten Sie die Betriebsdauer nach der Raumgröße, der Belastung, der gewünschten Nutzung und den Herstellerangaben. Bei Geräten mit Ionisator oder UV-Technik sollten Sie insbesondere die Hinweise zu möglichen Nebenprodukten, zur sicheren Anwendung und zur Wartung beachten.Luftreiniger bei erhöhter Partikel- oder Geruchsbelastung
Bei erhöhter Belastung durch Staub, Pollen, Rauch oder bestimmte Gerüche können Luftreiniger eine ergänzende Maßnahme sein. Welche Stoffe reduziert werden, hängt vom jeweiligen Gerät und dessen Filterausstattung ab. Eine pauschale Eignung für jede Belastung lässt sich nicht ableiten.
Bei Schimmel, Feuchtigkeit, Rauch, chemischen Dämpfen oder anderen möglichen Gefahrstoffen sollte die Ursache vorrangig festgestellt und beseitigt werden. In solchen Fällen kann eine fachkundige Prüfung erforderlich sein. Luftreiniger können die Raumluft unter bestimmten Bedingungen ergänzend behandeln, ersetzen aber keine Sanierungs-, Lüftungs- oder Arbeitsschutzmaßnahmen.
Vor dem Kauf sollten Sie deshalb die technischen Angaben, Prüfbedingungen, Filterwechselintervalle und Einsatzgrenzen des gewünschten Modells vergleichen. Eine sachgerechte Aufstellung und regelmäßige Wartung tragen dazu bei, dass das Gerät innerhalb seiner vorgesehenen Leistungsbereiche betrieben wird.